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SHW

Wohnbebauung Landgräfin-Jutta-Straße

Weisensee

 

Umfeld und Einpassung

Das Grundstück befindet sich im historischen Ortskern von Weißensee. Die Umgebungsbebauung ist kleinteilig strukturiert, überwiegend zweigeschossig und durch Satteldächer geprägt. Traufkanten und Firste der einzelnen Gebäude verspringen leicht zueinander, besonders im Bereich der Steigung der Straßenflucht im Bereich der Fischerstraße. Die Höfe sind in der Mehrzahl mit Nebengebäuden bebaut.

Der Neubau orientiert sich bewusst an der umgebenden Struktur und der Vorgängerbebauung. Durch Knicke in der Fassadenflucht und abwechselnd gerade und leicht ansteigende Traufen nimmt der Baukörper die Kleinteiligkeit auf, präsentiert sich aber dennoch als Einheit. Straßenseitig präsentiert sich der Neubau als zweigeschossig mit Satteldach. Die Traufhöhe orientiert sich an der Nachbarbebauung, bewusst ohne direkt an diese anzuschließen. Hofseitig wird die Traufe zur Gewährleistung der Barrierefreiheit analog dem angrenzenden Gebäude in der Landgräfin-Jutta-Straße höher ausgeführt als auf der Straßenseite.

 

Der rückwärtige Baukörper entsteht als Zweigeschosser mit leicht geneigtem Satteldach auf der Grundfläche der abgebrochenen Scheune am selben Standort.

 

Erschließung / Außenraum

Der Zugang erfolgt wie beim Vorgängerbau über die Landgräfin-Jutta-Straße. Die Zufahrt für PKW erfolgt von der Halbe Straße aus. Die Hoffläche gliedert sich in einen durchgrünten Bereich für die Bewohner zwischen den Gebäuden und eine südlich angrenzende Parkfläche.

 

Wohnungen / Barrierefreiheit:

Geplant sind 12 barrierefreie Wohnungen im Haupthaus und zwei Wohnungen im rückwärtigen Nebengebäude. Die Wohnungen im Haupthaus werden im Erdgeschoss direkt über den durch den Treppenraum zugänglichen Hof, in den Obergeschossen über ein gemeinsames Treppenhaus mit Aufzug und einen hofseitigen Laubengang erschlossen. Im Bereich der Straßenecke wird im Erdgeschoss eine kleine Gewerbeeinheit angeordnet.

Das Nebengebäude umfasst im Erdgeschoss die Nebenräume der Wohnungen und zwei über eine außenliegende Treppe und einen Laubengang erschlossene, somit nicht barrierefreie, Wohnungen.

 

Materialität:

Da die prägende Umgebungsbebauung überwiegend in Putz ausgeführt ist, erhält das Gebäude ebenfalls eine Putzfassade. Die Fensteröffnungen werden durch asymmetrische Putzfaschen akzentuiert.

Das Dach erhält eine ortstypische rote Ziegeldeckung. Der Laubengang wird freistehend als leichte Stahlkonstruktion ausgeführt.